Unterschätzte Alkoholika: Eierlikör

eierlikör

Schreckensszenario:
Eine wohlbesuchte Hausparty zu jener fortgeschrittenen Stunde, in der weder Tankstelle noch Bierhalle in geöffnetem Zustand erreichbar sind, die Biervorräte lange aufgebraucht und selbst die von irgendeinem knauserigen Arsch mitgebrachte Flasche Cointreau mit Cola aufgeschüttet und weggeballert wurde. Das einzige, was die Hausbar noch zu bieten hat: Eierlikör von der Weihnachtsbackaction mit der Exfreundin vom Mitbewohner.

Kann man den wütenden Mob damit bändigen? Kann man. Wahrscheinlich ist der Likör gerade so noch haltbar, denn der quierlige Quatsch hält sich geöffnet immerhin noch halbes Jahr, ist die Flasche gar noch zu, kann man sich das gelbe Teufelszeug ungefährdet noch nach einem Jahr hinter die Binde gießen.

Natürlich kann man die Brühe keinesfalls im Urzustand trinken, außer man ist bei der Canastarunde von Oma Elsbeth der Stargast. Hoffen wir also, dass die Party zumindest im Softdrinkbereich noch gut aufgestellt ist.

Am wenigsten eklig und am einfachsten zu machen – der Klassiker Snowball:
Man nimmt Eierlikör und kippt Limonade mit bei. Schirmchen rein, fertig.

Eierlikör mit Cola? Legenden besagen, das Ergebnis wäre trinkbar, aber keine Augenweide. Protipp: Vorher das Licht dämmen.

Hat man noch weißen Rum im Haus, hat man eigentlich kein Problem: in diesem Fall den Rum trinken und den Eierlikör ins Klo kippen (dann auch für Veganer geeignet.) Wenn man aber ein Getränk machen will, welches zwar scheisse schmeckt, aber lustig heißt, schüttet man den Rum mit dem Eierlikör zusammen und kippt Schlagsahne drauf: ein Fluffy Duck.

Bild: Bestimmte Rechte vorbehalten von Meisje van de Slijterij

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