Abgeklappert: Festivalsaison 2013

„Keine Termine und leicht einen sitzen.“ Glücksbegriff nach Harald Juhnke

1075146_10200956917659554_1531367426_n

Hinterwaldfest Püttlingen

hinterwaldfest.com/
Seit 150 Jahren findet das Hinterwaldfest in Püttlingen nun statt. Hat mir sehr gut gefallen, Klitzeklein, total entspannt, keine Anszeltpisser und Helgarufer. Dafür ganz viele kleine Privatkonzerte auf dem Campingplatz mit abgefahrenen Instrumenten. Von der Maultrommel bis zur Tankdrum war da alles dabei. Normalerweise schnell genervt, hat mir das in der Umgebung gar nichts ausgemacht.
Die Busse und Zelte werden beim Gang zur Bühne einfach offen gelassen, Angst um seine Sachen muss hier niemand haben. Die Bühne ist 5m vom Campingplatz entfernt, wie ungefähr alles auf dem Gelände. Man kann seine Getränke mitbringen, allerdings isses auch toll sich vor Ort was zu kaufen, weil nicht teuer. Support und so halt.

Preis: Eintritt ist frei

Musik: Viel Ton Steine Scherben-artiges. Irgendwie hat bei fast jeder Band ein gewisser Herr namens Himbi mitmusiziert. Mit gefühlt 100 verschiedenen Instrumenten, die er alle 1a beherrscht. War spaßig da zuzukucken, vor allem in Kombination mit Manuel Sattler auf der Nebenbühne. Ziemlich gut gefallen haben mir auch Joel Becks. Wenn ich mal beschreiben soll, so eine Mischung aus Doors und Strokes.

Sanitäre Anlagen: Klowagen, hat total gereicht. War ok sauber, konnte man gut aushalten. Dusche gabs keine.

Essen und Trinken: Supergünstig, sau lecker. Alles selbst gemacht, sogar mit kleinem Kuchenbuffet. Das Highlight war die selbstgefangene Forelle vom Grill.

Fazit: Ein Wochenende lang heile Welt. Das war toll, da komm ich wieder.

1080166_10200956917739556_93417986_n

Lott-Festival

lott-festival.de

Irgendwo da im Hunsrück in der Nähe vom Flughafen Hahn. War wohl auch mal ein Hippie-Festival, ist aber mit der Zeit ein bisschen lauter und größer geworden. Die Bühne liegt in einer Senke, sodass man sich bequem auf die Wiese legen kann und trotzdem nix verpasst.

Preis: 30 Euro inklusive Camping

Musik: Seltsame Sachen habe ich da gehört. Cool waren Bauchklang. Elektro ist ja mein Feind, aber die machen den selbst, also so mit dem Mund. Beatboxen heißt das auf Neudeutsch. Der Bass haut einem den Hut vom Kopp. Außerdem gabs allerhand lustige Rumtanzmusik. Verpasst habe ich leider Hellsongs, aber warum spielen die auch um 14.00 Uhr?!
Anhören kann man sich auch mal Inspector Cluzo. Die Band hat keinen Bassisten, weil der nie zu den Proben kam.
Headliner samstags waren Skrindred, nix für mich.

Sanitäre Anlagen: Dixies, aber ok. Ein Duschhäuschen, vorwiegend wohl kaltes Wasser. Außer bei mir, irgendwie hatte ich Glück bei der Duschenauswahl. Erheiternd waren die Schnappatemgeräusche aus allen anderen Kabinen, während meine Dusche schön mollig warm war. Hihi.

Essen und Trinken: Es gab ungelogen einfach ALLES!! Und alles auch vegetarisch.
Getränke kann man selbst mit aufs Gelände nehmen, allerdings kostet das Bier nur 1,50 Euro.
Empfehlen kann ich den Fruchtweinstand ganz oben auf dem Berg. Himbeer ist meine Lieblingssorte. Mehr als drei Becher aber besser nicht trinken. Sonst kann man den nächsten Tag mal so richtig schön vergessen.

Fazit: Gemütlich, aber wahrscheinlich nur auf dem Wohnmobilcampingplatz. Der Zeltplatz ist wohl mehr was für diese jungen Leute. Sofern ich also nächstes Jahr wieder mit Hans-Günther anreisen kann, bin ich dabei.

1085388_10200956924219718_589094185_n

Rocco del Schlacko

rocco-del-schlacko.de

Kennt jeder, muss ich jetzt ja nicht viel dazu schreiben. Nicht weit weg von hier, enorm gewachsen und in diesem Jahr sogar mit Programm am Donnerstag.

Preis: Early-Bird-Ticket 58 Euro, Campingticket 12 Euro, dann nochmal pro Nase jeweils eine Wohnmobilplakette für 15 Euro.

Musik: Ist Geschmackssache. Mir als Chartkind gefallen ja so Bands wie Maximo Park und Deichkind. Blumentopf sind IMMER toll, Dendemann und Chuck Ragan auch. Samstags war außer Letzterem ziemlich mau und hat somit zum ausgiebig Grillen auf dem Seniorencampingplatz/Greencamping eingeladen. Aber für den Preis (Early Bird-Ticket) kann man wirklich nicht meckern.

Essen und Trinken: Festivalpreise. Pommes waren aber sau lecker. Mittlerweile darf man auch keine Tetrapacks mehr mit aufs Gelände nehmen.

Sanitäre Anlagen: Die Dixies müssen dort einfach voll angeliefert worden sein. Die waren am Donnerstagmittag schon so randvoll als hätte eine ganze Horde Kamele da reingeschifft. Den Rest erspare ich euch jetzt. Geleert und saubergemacht wurden die blauen Brechmittel erst am Freitag wieder. Nicht schön. Auf dem Festivalgelände gibt es Klowägen, die waren super.
Duschen kann man in einem angrenzenden Schwimmbad, die Shuttlebusse dahin fahren aber nur bis zwölf. Für Ottonormaltrinker unmöglich erreichbar.

Fazit: Der Wohnmobilplatz ist total beschissen, deswegen verzichte ich nächstes Jahr auf die Übernachtung vor Ort.

1082178_10200956917819558_2053269165_n

Little Woodstock

www.littlewoodstock.de

Direkt am Bostalsee gelegen. (Noch) Unbekannte nationale und internationale Bands und Urgesteine des Rock geben sich hier die Klinke in die Hand.

Preis: Um die 30 Euro fürs Wochenende mit Camping.

Musik: Bunt gemischt, da dürfte für jeden etwas dabei sein. Mein Highlight waren „The Brew“ aus England.

Essen und Trinken: Alles quer durch den Garten. Morgens gibts leckeres Frühstück mit Bratkartoffeln und Rührei. Besser kann man den Kater gar nicht bekämpfen.

Sanitäre Anlagen: Jeweils ein Klowagen an beiden Enden des Geländes. Tagsüber wurden die Dinger gesäubert, nachts halt nicht. Sanitäres Entspannen für Komforthintern.

Fazit: Hier kann man super übers Gelände schnusen und sich die VW-Busse der ganzen Hippies ankucken. Total entspannt, allerdings kann das Getrommel doch ab einem gewissen Punkt ganz dezent nerven. Nächstes Jahr soll das LW eine neue Location bekommen. Bin gespannt und freue mich jetzt schon auf den Sommer!

One Comment
Mehr checken...
Mehr checken...
John Edward Gray (* 12. Februar 1800 in Walsall; † 7. März…