In Gedenken an John Clews (zum 50sten Geburtstag von Doctor Who)

tom baker

Foto: CC-BY Matt from London

John Clews wurde im Jahr 2006 vor einem Supermarkt im kleinen, englischen Bromsgrove von einer Gruppe Jugendlicher attackiert und verstarb, resultierend aus den Folgen des Angriffs an Herzversagen. In Bromsgrove, einer Stadt, die außer einem Telefonzellenmuseum nicht wirklich etwas zu bieten hat, war der 51jährige als Doctor Who wohl bekannt, denn er trug immer den langen Schal, Hut und Mantel seiner Lieblingsfigur, dem vierten Doctor. John Clews war ein Vollblut-Doctor Who-Fan, ein Exzentriker, ein Geek. Er war einer von uns.
Er wurde attackiert und beschimpft, weil er anders war, weil er keiner von denen war, eben jenen Angreifern, die es sich allzu leicht damit taten, für sich zu definieren, wer nicht dazu gehört, wer ein Freak ist.

Einen „harmloser Spinner“ haben ihn die Leute genannt, auch welche, die am 25. September 2006 den Ort der Tragödie in ein Blumenmeer verwandelt haben und als Ausdruck ihrer Trauer (und hoffentlich auch der Hochachtung) Luftballoons verziert mit Daleks und Cybermen, Teddybärchen mit dem Outfit des Vierten Doctors vor Ort hinterlassen haben. John Stuart Mill verwies in seinem Werk „Über die Freiheit“ (1859) auf die Bedeutung von Exzentrikern für die Fortentwicklung jeder Gesellschaft. Ob John Clews die Gesellschaft, in der er lebte, weiter gebracht hat, weiß ich nicht. Aber ich bin davon überzeugt, dass er eine Stadt bunter gemacht hat und sie mit seiner Art und seinem Anblick bereichert hat.

Danke an Dan Bull, der mich mit seinem Aufruf, John Clews ein Denkmal zu setzen, auf ihn aufmerksam gemacht hat und dieses tolle Video gemacht hat.

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Kürbissaison!! Ich liebe die Dinger und putze pro Woche mindestens einen weg.…