3 Filme – 2 Wochen und 1 Kritik. Und ein paar Spoiler.

cinema

Drei mal Kino, insgesamt 10 Punkte. So kann die Devise lauten, wenn ich zurückblicke auf die vergangenen 3 Kinowochen. Papa Dirk sagt uns immer, wir sollen über das schreiben, was uns Freude bereitet – nicht, was uns grämt. Und ich muss zugeben, ich finde langsam gefallen an meiner Wut, von daher schreib ich jetzt einfach mal böse vor mich hin (Sorry Dirk, echt!).

Dido Elizabeth Belle

Vorhang auf, willkommen zum ersten Film. Dido Elizabeth Belle. Ein junges schwarzes, adoptiertes Mädchen findet sich im 18. Jhd. in England wieder, muss sich durch ’ne Menge fieser Menschen kämpfen und stößt schnell an die Grenzen der hiesigen Gesellschaft. Unterdrückung ist Alltag, und obwohl sie ein Teil ein sehr einflussreichen „weißen“ Familie ist, findet sie sich oft mit Rassismus in allen Lebenslagen konfrontiert. Mal darf sie nicht mit der Familie speisen, weil Besuch da ist, mal darf sie nicht in die Stadt, weil der Ruf ihrer Schwester wertvoll ist. Der ganze Film nimmt dann Fahrt auf, als Dido Elizabeth Belle erfährt, dass ihr Vater die Richterschaft in einem Fall übernimmt, in dem es um rassistisch motvierte Ermordung schwarzer Sklaven auf einem Schiff geht. Das Ganze ist hier super zusammengefasst, der Film basiert nämlich auf einer wahren Begebenheit. Das macht die ganze Sache für mich noch etwas interessanter, da sich bei mir der Eindruck gefestigt hat, dass viele Filme die auf „wahrer Begebenheit“ beruhen oft keinen Spannungsbogen aufbauen, oder einfach nur totsterbenslangweilige Darstellungen sind. Puh!
Zum Glück hat der Film die Kurve bekommen und mixt den Vorfall mit ’ner kleinen Liebesromanze. Das wirkt etwas aufgesetzt und ist’s auch, aber allem in allem eigentlich gut inzeniert. Der Film präsentiert einen Haufen englischer Topschauspieler, die sich auch bei Dr. Who oder Sherlock Holmes blicken lassen. Alles in allem ne runde Sache.
6/10

Another Me

Zeit für Runde zwei, für Another Me. Der Film beginnt mit einem Monolog. Aber nicht einer dieser coolen Monologe, die dich zum Denken anregen. Nein, dieser Monolog kommt von einem Mädchen, das uns erzählt, was wirklich wichtig ist, was bedeutend und was unbedeutend. Irgendwie fehlt da aber so das „Feeling“ – das wirkt alles sehr billig – das bestätigt sich im Laufe des Films immer mehr. Und dann auf einmal steht sie da. Sansa Stark, aber irgendwie nicht im historisch-königlichen Fummel, sondern als Schülerin einer britischen Schule. Das fängt ja gut an. Ich hab ihre Rolle in Game of Thrones sehr gemocht, und fand auch sie als Schauspielerin stark und überzeugend. Und sie selbst hat auch ihre Rolle top gespielt, aber irgendwie ist der Film an sich absoluter Käse. Anfangs schaut sich der Film ähnlich wie ein Psycho-Thriller, wird dann aber langsam zum Halb-Horror-Psycho-Trip mit Geistern und verrückten Charakteren. Alles in allem von den Schauspielern gut gespielt, aber der Schnitt und das Drehbuch an sich machen den Streifen absolut zum Chaos. Keine Spannungskurve, flache Dialoge und absolut keine Thematik – außer dass in ihrer Nähe ein Geist rumspukt. Was soll das?
2/10

When Animals Dream

Und nun zum dritten Teil unserer Reihe. When Animals Dream. Und ernsthaft. Das hier war ein Film der Kategorie – „Was soll das?“. Kurzer Überblick: ein 16jähriges Mädchen befindet sich inmitten der Pubertät, findet an ihren Körper Stellen, an denen Haare wachsen. Aber anstatt hier bei einem simplen Coming of the Age -Schinken zu bleiben wird der Film absolut abstrus. Die Haare sprießen an allen Stellen, und Unterkiefer wird nachts größer – Zeit für’n Zahnarzt? Nein! Haltet euch fest. Sie wird zum Werwolf. Genau – hier greift die Kategorie „Was soll das?“ ein. Ernsthaft. Und es kommt noch schlimmer, anstatt irgendwie darüber nur n Wort zu verlieren, schweigt sich ihr Charakter 90 Minuten bis zum bitteren Ende durch, und verspeist das halbe dänische Dörfchen in dem sie wohnt. Und ansonsten wird in dem Dörfchen anscheinend nicht oft geredet. Der Film besteht zu 25% aus Landschaftsaufnahmen, 50% aus Anstarren, nebeineinander Sitzen und Fresse halten, 20% zum Werwolf werden und zu 5% aus Sex und Rummachen. Filmtechnisch war das Ganze nicht schlecht, man sieht, dass hier Geld gezahlt wurde. Aber bitte nicht mit solch einem Drehbuch. Danke.
2/10

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