Veganer Ei-Ersatz für Muffins

muffins

Nach zwei bisher wenig erfolgreichen Versuchen Kuchen zu backen, wollte ich es nun etwas kleiner angehen. Muffins sollten es werden und zwar vegan. Bequem wie ich nun mal bin, greife ich zu Backmischungen: Muffins mit Schokostückchen und Schokomuffins mit noch mehr Schokostückchen. Die Zutatenliste der beiden Packungen liest sich ziemlich tierfrei. Die diversen E-Nummern (Backtriebmittel und Emulgatoren) erweisen sich als prinzipiell vegan, auch wenn nicht vollends ausgeschlossen werden kann, dass bei Zweien nicht doch tierische Fette zur Herstellung verwendet wurden. Auch der Hinweis, dass Spuren von Milchbestandteilen enthalten sein könnten, könnte für streng vegan lebende Menschen ein Ausschlusskriterium sein. Für meine Verhältnisse war das noch im vertretbaren Rahmen, also konnte es auch gleich losgehen mit Backen …

… wenn da nicht das Problem mit den Eiern wäre. Milch ist schnell durch entsprechende Soja, Hafer oder Reisprodukte ersetzt. Nur die fehlenden Eier haben vermutlich meine ersten beiden Backversuche vereitelt. Nun heißt es, ein bis zwei Eier im Teig könnten einfach weggelassen werden. Auf dieses Risiko wollte ich mich diesmal aber nicht einlassen, denn beim ersten Mal fehlte es am notwendigen Zusammenhalt, beim zweiten Mal war der Teig zu hart. Also brauchte ich Ei-Ersatz. Seidentofu und Soja-Mehl konnte ich auf die Schnelle nicht auftreiben und Bananen mag ich eigentlich nur pur. Darum habe ich mich entschieden, es bei der einen Packung mit Mehl und Backpulver und bei der anderen mit Apfelmus zu probieren.

1 Ei = 2 EL Mehl, 1/2 Päckchen Backpulver und 2 EL Wasser
bzw.
1 Ei = 1-2 EL Apfelmus

Soweit die Empfehlungen in diversen Internetforen. In der Eile habe ich mich mal wieder nicht an die Mengenangaben gehalten und von allem etwas mehr reingetan. Ein ganzes Päckchen Backpulver, etwas mehr Wasser und zwei Löffel mehr Apfelmus. Geschadet hat es am Ende dann doch nicht. Die Muffins waren extrem fluffig, sind dennoch nicht auseinandergefallen. Der Apfelgeschmack blieb dezent im Hintergrund und wurde von etwas Extra-Mohn abgerundet. Mir hats geschmeckt und den Testesser_innen offenbar auch.

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