Autodesk Pixlr – für PC und Mac und Kacknoobs wie mich

Von Pixlr bin ich quasi Fan der ersten Stunde – dies gilt sowohl für die Online-Applikation Pixlr Express, als auch die gleichnamige mobile App unter Android und iOS – denn (mobiles) Fotografieren gehört zu den vielen Dingen, an denen ich zwar unglaublich viel Spaß habe, das Universum aber mich wohl bei der Talentvergabe vergessen hat. Deswegen poliere ich gerne meine Schnappschüsse mit Tricks auf – und nach dem ersten Test von Pixlr war ich bereits restlos überzeugt, meine persönliche Trickkiste gefunden zu haben.
beispiel
Pixlr Express ist eine schlanke Bildbearbeitung, die alles bringt, was man als Noob erwartet und einen zufriedenstellt: Bilder zurechtschneiden, Größe, Kontrast und Helligkeit ändern, lustige Filter und Overlays, Kontrast und Helligkeit ändern…das Standardrepertoire also, aber schön kompakt, übersichtlich und in einem modernen Design.

Auch die Browserversion, die optisch und vom Leistungsumfang mit der mobilen Variante identisch ist, nutze ich regelmäßig – immer dann, wenn ich flugs nur ein Bild zurechschneiden, herunterrechnen will oder einen Text draufpappen möchte. Das alles geht super leicht in Sekunden, wenn man keine Lust hat, die Bildbearbeitungsschwergeschwichte auszukramen oder sich gar nicht in seinem eigenen Rechner befindet.

Bilder mit Text versehen. Mit Pixlr pupseinfach.
Bilder mit Text versehen. Mit Pixlr pupseinfach.

Autodesk, die smarten Köpfe hinter der schönen App, haben jetzt das feine Ding als Desktopversion für Pc und Mac an den Start gebracht . Braucht man sowas?

Das erste, was einem nach dem Start ins Auge springt, ist leider gleich was doofes:frech

Die Anwendung sammelt nämlich erstmal tüchtig Daten, was man auch noch umständlich auf der „About“-Unterseite ausstellen muss. Ich hätte nix gegen das Entfernen eines Häkchens in diesem Dialog gehabt, das Wechseln auf eine andere Seite, um dort das Datensammeln einzuschränken empfinde ich als Schikane und verstimmt mich erstmal.

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Im Gegensatz zur App und zur Browserversion sind die Werkzeugleisten vertikal statt horizontal angelegt. no big deal, möchte man meinen, aber wer es halt anders gewöhnt ist, fragt sich schon „Warum eigentlich?“

Im Workflow und im Funktionsumfang hat sich in der Freeware ansonsten kaum was geändert – identische Filter und Bearbeitungstools, die gleichen Sticker und Overlays…ah nein, zwei erwähnenswerte Features:

1. die Desktopversion unterstützt das RAW-Format. Klingt erstmal geil, ist es aber nur mit Einschränkungen. Denn z.B die Farbtemperatur von RAW-Bildern kann nicht korrigiert werden. Sei’s drum, wer mit RAW rumspielen möchte, wird in der Regel auch andere Geschütze auffahren.
2. Während man bei den mobilen Versionen nur eine eingeschränkte (aber sehr gute) Auswahl an Schriften zur Verfügung hat, die man in die Bilder einsetzen kann, greift die Desktopversion auf die installierten Fonts zurück. Das ist wirklich sehr nützlich und ein echter Vorteil.

Für $1,99 pro Monat bzw $14,99 pro Jahr gibt’s dann auch die Profi-Version, in der man Filter und diverse Effekte auch auf einzelne Maskenbereiche der Bilder anwenden kann. Das klingt super, reicht aber bei mir aber nicht aus, die Kreditkarte zu zücken.

Unterm Strich: nicht genug, um wirklich zu begeistern. Wer die Browser- oder die Mobilversion nutzt, braucht nun wirklich die rund 100Mb Festplattenplatz nicht zu investieren. Auch wenn die Browserversion seit einigen Monaten mit furchtbar aufdringlicher Werbung zugekleistert wird, werde ich weiterhin bei dieser bleiben. Irgendwoher muss ja auch die Butter aufs Brot kommen. Schade fände ich, wenn zukünftige Features sich auf die Desktopversion beschränken werden und die anderen Pixlr-Varianten stiefmütterlicher behandelt würden. Aber das werden wir sehen.

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