DIY Anleitung zum Nassfilzen von Eierzipfelmützchen

Filzanleitung (18)Ich möchte euch hier mal zeigen, wie man auch ganz ohne Vorkenntnisse einen kleinen Eierwärmer für den Frühstückstisch mit Nass-Filz-Technick machen kann. Da die dunkle Zeit des Jahres begonnen hat, machen wir diesmal ein kleines Gespenst. Dazu brauchen wir:

– weiße Merinowolle ca 35-40cm pro Gespenst
– einen sauberen Yoghurtbecher für die Formen; dicke Pappe tuts auch (bei den Maßen bitte 1/3
größer machen als Endergebnis gewünscht, da die Wolle natürlich einläuft! Ich nehme für alle
Zipfelmützen ein Dreieck aus 12 cm Länge und ca 8 cm Breite)
– Noppenfolie
– Seifenlauge (Reste einer ganz normalen Handseife im warmen Wasser aufgelöst)
– kleine schwarze Perlen, oder etwas schwarzen Stoff für die Augen
– etwas schwarzes Nähgarn und eine passende Nadel.

Ich arbeite auf einem selbstgebauten Filztisch mit Rand, damit mir das Wasser nicht über den Tisch läuft, aber es geht auch an der Spüle gut. Wenn alles vorbereitet ist, kanns auch schon los gehen.


Fächert den Wollestrang soweit auf, dass er eine gleichmäßige Stärke beibehält und wickelt den
Strang 2-3 mal um eure Vorlage. Achtet dabei darauf, dass keine Löcher entstehen und die Wolle
überall gleichmäßig verteilt ist. Spränkelt die Woll mit der Seifenlauge nass und achtet wieder auf
Unebenheiten.

Seift eure Hände ordentlich ein und verteilt die Seife vorsichtig auf die Wolle, ohne die Legung
durchzuwühlen. Anschließend faltet ihr den Rohling in die Noppenfolie, bis diese von allen Seiten
umhüllt ist.

Dann könnt ihr auch schon mit dem Filzen beginnen. Anfangs mit wenig Druck sanft über die Folie gleiten und immer mal auffalten und kontrollieren, ob auch keine Löcher entstanden sind. Beim Filzen mit Noppenfolie entsteht oft eine Kante (siehe unten rechts).

Friemelt die Wolle an der Stelle auseinander und legt sie weit gefächert über den Rest drüber.
Wieder ordentlich einseifen und in die Folie wickeln und filzen. Dies wird wiederholt, bis sich die
Wolle nur schwer von der Oberfläche lösen lässt. Danach vorsichtig den Rohling aus dem Inneren des
Filzies rausholen und auch die Innenseite mir ordentlich eingeseifeten Fingern filzen. Den Zipfel
zwischen den Handflächen hin und her rollen, damit er ne schöne Form bekommt.

Zwischendurch immer wieder den Filzie nass machen und einseifen. Aber Achtung: wenn ihr zu viel Seife dran habt, rutscht er nur durch die Finger anstatt zu verfilzen. Deswegen schadet es nicht ihn ab und zu auszuwringen oder mit klarem Wasser auszuwaschen. Als Letztes kann man den Filzie mit viel Druck rubbeln. Achtet nur darauf, dass ihr damit nicht übertreibt, sonst geht er immer mehr ein und ihr könnt höchstens Wachteleier damit warm halten. Zum Schluss wird das gute Stück ausgewaschen, getrocknet und danach verziert.
Nach diesem Prinzip kann man Unmengen an anderen Figuren (siehe unten) machen, also viel Spaß beim Filzen!
Eure Martha
2014 Engel (4)

Mein Name ist Martha I. Rosenkötter, ich habe Kunstgeschichte und Keltologie studiert, bin verheiratet und habe zwei Töchter. Ich liebe es meine Umgebung zu gestalten und sie nach den Jahreszeiten und Festen zu schmücken. So entstehen die meisten Ideen zu meinen Arbeiten aus dem Wunsch nach etwas besonderem und Schönem, dass auch oft einen nützliches Helferelein im Alltag darstellt. Für mich hat diese Art von kreativen Schaffens etwas Wohltuendes und Heimeliges, denn ich bin der festen Überzeugung, dass die Auswirkungen unserer Umgebung auf unser Gemüt oft unterschätzt werden. So nähe, filze, male, drucke und baue ich mir meine kleine Welt und wenn sie dir auch gefällt, so freuen sich schon Zwei!

Schau einfach auf meinem Blog vorbei unter http://filzandquilts.de

Mehr checken...
Mehr checken...
Wäh. Also ich kann den Herbst nicht leiden. Kalt, nass, trüb. Allerdings…