Mallorca: Cala Figuera und Palma

Das Ziel

Eine Woche lang gaaar nix machen und einfach nur mit einem kalten Bierchen irgendwo am Wasser rumhängen. Glücklicherweise bietet der Flughafen Saarbrücken ein paar Destinationen an, die genau diese Rahmendaten erfüllen. Die ideale Urlaubsinsel war mit einem Flugpreis von 195 Euro schnell gefunden: Mallorca.

Nächster Level: Unterkunft und Urlaubsort finden

Seit einiger Zeit ist airbnb meine Lieblingsplattform wenn es um günstige, schöne und außergewöhnliche Unterkünfte geht. Das Stöbern hat sich gelohnt und ich habe mich in ein kleines Fischerhaus in Cala Figuera sturzverliebt. Näher am Wasser geht es kaum und 65 Euro pro Nacht sind erschwinglich. Kleiner Freudentanz, das Häuschen ist für den Urlaubszeitraum noch frei!

fischerhaus cala figuera

Cala Figuera

Wie hinkommen?

Liegt etwa 60 km von Palma entfernt und ist ein ziemlich ruhiges Örtchen. Der Bequemlichkeit halber sind wir mit einem Bus von www.shuttelspain.es vom Flughafen aus bis nach Cala Figuera gefahren. Dauert rund eine Stunde und kostet ca. 8,50 Euro pro Person. Allerdings fahren diese Shuttles nur Hotels an (warum habe ich nicht rausgefunden). Wenn man also ein Ferienhaus gemietet hat, muss bei der Buchung ein nahe gelegenes Hotel angegeben werden. In unserem Fall das Hotel Rocamar. Von da aus sind es noch ca. 15 Minuten Fußmarsch zum Häuschen.

Pro Tipp: Lieber einen Rucksack packen. Mit dem Trolley wird der teilweise ziemlich schmale Fußweg schnell zur Tortur.

Leuchtturm Cala Figuera

Allgemeines zum Ort

Cala Figuera hat keinen eigenen Strand, daher aber auch weniger Touristen. Trotzdem muss man auf das Meer nicht verzichten.

„Die beiden Wasserarme Caló d’En Boira und Caló d’En Busques bilden ein Y. Am versteckten Ende des linken Armes liegen die Fischerhäuser mit ihren charakteristischen Bootsgaragen.“ (Wikipedia)

Und an eben diesem versteckten Ende des linken Armes liegt das gebuchte Ferienhaus. Ein Traum! Man hört keinen Mucks und unterhalb des Häuschens kann man direkt im glasklaren Wasser schwimmen. Wozu brauche ich da einen Strand?

Das Haus an sich ist super ausgestattet, die Küche lässt keine Wünsche offen und die Terrasse ist der Wahnsinn. Ich muss leider zugeben, dass ich jeden Morgen beim Anblick der Aussicht wieder freudig gekichert habe.

aussicht terrasse

Essen und Trinken

Für Selbstversorger gibt es zwei Supermärkte vor Ort. Einmal Spar und einmal Coaliment. Bitte, nicht zu Spar gehen! Die Preise dort treiben einem wirklich das Wasser in die Augen. Lieber ein bisschen weiter laufen und bei Coaliment günstiger einkaufen. Bei der Touristeninfo am Hafen bekommt ihr einen Stadtplan, darauf sind die beiden Einkaufsmöglichkeiten abgebildet.

Auf dem Markt in Santanyi, der jeweils mittwochs und samstags stattfindet, kann man supergünstig Gemüse und frisches Obst kaufen. Santanyi ist in 10 Minuten mit der Buslinie 503 zu erreichen. Obst und Gemüse gibt es nur unterhalb der Kirche auf dem eigentlichen Marktplatz. Ansonsten finden sich hier allerlei Stände mit gefälschtem Markenramsch und Ledertaschen. Beim Stöbern kann man hier trotzdem noch ein paar kleine Schätze finden.

Am Hafen von Cala Figuera gibt es ein paar wenige Restaurants mit Aussicht aufs Wasser. Uns wurde das L´Arcada empfohlen. War wirklich lecker und die Preise halten sich im Rahmen. Im Ortsinneren gibt es noch ein paar weitere Restaurants, die haben wir allerdings nicht getestet.

Was kann man sonst so machen?

Wie gesagt, Cala Figuera ist ziemlich klein und hat keinen eigenen Strand. Wer trotzdem ein wenig Sand zwischen die Zehen bekommen möchte, kann mit dem Bus nach Cala Santanyi an den gleichnamigen Strand fahren. Das kostet 1,50 Euro und dauert ca. 10 Minuten. Der Strand ist schön, das Wasser klar, die Menschen viel.

Das Naturschutzgebiet Cala Mondragó kann man in ca. 25 Minuten mit dem Fahrrad erreichen. Wir haben unsere Drahtesel bei Bike Total gemietet. Soweit ich weiß, ist das auch die einzige Vermietung im Ort. Cala Mondragó gehört zum 766 Hektar großen Naturpark von Mondragó. Die beiden größten Buchten, ses Fonts de n’Alis und s’Amarador, sind über einen Fußweg verbunden. Viele Liegen, viele Menschen. Aber ein schattiges Plätzchen lässt sich trotzdem finden und das kristallklare Wasser entschädigt auch für die lautstarken Ananas-Verkäufer.

Santanyi ist auch außerhalb der oben erwähnten Marktzeiten einen Besuch wert. Es gibt viele kleine Cafés und man kann sich in den kleinen Gässchen herrlich die Zeit beim Schaufensterkucken vertreiben.

santanyi

Palma

Leider hatten wir nur eine Übernachtung in Palma. Allerdings haben wir die Zeit für ein bisschen Sightseeing genutzt und uns durch die vegetarische/vegane Snacklandschaft in der Inselhauptstadt geschlemmt.

Frühstück…

…gab es im Bagel. Wie der Name schon sagt, es gibt Bagels. Frisch gebacken, aus eigener Herstellung. Ein Gedicht! Der kleine Laden ist liebevoll eingerichtet und bietet auch neben der namengebenden Backwaren noch allerhand weitere Leckereien. Vieles glutenfrei und/oder vegan. Der Café con leche wird hier wahlweise mit Kuh-, Soja-, Mandel- oder Reismilch serviert. Ich habe den Bagel mit veganem Schokoaufstrich und Erdbeeren bestellt. Mir läuft bei dem Gedanken daran jetzt noch das Wasser im Mund zusammen.

Mittagessen

Zum Mittag gab es für mich einen veganen Hot Dog bei Hotdog Mania. Der Laden hält einige Veggie-Spezialitäten bereit und hat auch einige Burger im Programm. Lecker!

hot dog

Abendessen

Auf das Bon Lloc bin ich über die Karte mit vegetarischen Restaurants in Palma gestoßen, die bei uns im Appartement lag.
Hier gibt es seit 1978 vegetarische/vegane Speisen, vieles davon Raw Food. Die Karte ist übersichtlich, aber es dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Pro Tipp: Besser eine Vorspeise mitbestellen. Denn ebenso wie die Karte, sind auch die Portionen etwas übersichtlich.

Als Vorspeise gab es für mich die Tagessuppe. Sehr lecker, sehr cremig. Als Hauptgericht Rohkostlasagne mit Zucchini, getrockneten Tomaten und veganem Käse. Als Nachtisch ein oberköstlicher Kuchen aus Cashews, Kokos und Erdbeeren. Das Rezept dazu gibt´s demnächst hier im Blog.

Meine Reisebegleitung hatte den Veggie-Burger mit Kartoffelspalten. Da war ich ein wenig neidisch, weil die Lasagne echt winzig war. Aber trotzdem köstlich.

kuchen

Fazit:

Das Fischerhäuschen in Cala Figuera kann ich jedem wärmstens empfehlen. Und die Schlemmermeile Palma sowieso. Ich hätte durchaus noch ein, zwei, fünf Wochen bleiben können. Dann wäre allerdings ein XL-Sitz im Flugzeug nötig gewesen.

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