Italien: Comer und Luganer See

Der Comer See ist ja eher bekannt als Wohnresidenz von George Clooney nebst Minischwein (hat er das noch?!) oder als Filmkulisse für „Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger“, „Casino Royale“ oder das cineastische Brechmittel „Hinter dem Horizont“. Der ein wenig stiefmütterlich behandelte benachbarte Luganer See hat trotz fehlender Mondänität einige landschaftliche Hingucker in petto und ist Dank Stiefmütterlichkeit auch kein so teueres Pflaster.

Luganer See

Aussicht Luganer See

Unser erster Anlaufpunkt ist das wenig spektakuläre Porlezza, dessen Campingplatz Darna für uns perfekt liegt. Ein wenig außerhalb des kleinen Örtchens am italienischen Teil des Lago di Lugano gelegen, bietet der Campingplatz Stellplätze direkt am Wasser. Direkt vor Ort gibt es auch einen Minimarkt und eine Pizzeria. Letztere haben wir allerdings nicht getestet. Samstags findet in Porlezza ein Markt statt, dort kann man frisches Gemüse, Käse, Brot und allerhand andere Leckereien erstehen.

Wer dann eben doch mal Lust auf Pizza oder Pasta bekommt, dem kann Pronto Pizza empfohlen werden. Ein unprätetiöses Restaurant mit dem Charme einer mit Nippes aufgehübschten Großraumkantine, aber die Pizza ist lecker und preislich total ok.

Was man sonst noch hätte so machen können:

  • Einen Tagesausflug nach Lugano
  • Mit dem Fahrrad nach Menaggio fahren (nix für Faule)
  • Angeln
  • Diverse Kirchen besichtigen

Comer See

Dongo

Campingplatz Dongo Aussicht
Weiter geht´s an den Comer See zum kleinen, ebenfalls unspektakulären Örtchen Dongo. Allerdings hat Dongo einen klaren Vorteil: den Fähranleger 15 Minuten vom Campingplatz entfernt. Von hier aus kann man gemütlich von Ort zu Ort schippern. Idealerweise kauft man sich direkt am Steg ein Tagesticket, damit kann man außer den Schnellboten (gegen Aufpreis) sämtliche Fährarten nutzen.

Der kleine, gemütliche Campingplatz Magic Lake besticht mit seiner Lage direkt am Ufer des Lago die Como. Von hier aus kann man gemütlich zu Fuß oder per Rad nach Dongo oder in den Nachbarort Gravedona laufen/radeln. Direkt am Platz gibt es Kayaks, Boote oder sonstige Wassersportutensilien zum Leihen. Die Sanitärraume sind super, es läuft sogar Radio auf dem Klo.

Was man sonst noch hätte so machen können:

  • Diverse Kirchen besichtigen

Bellagio

Blick auf den Comer See

Der wohl bekannteste Ort neben Como ist das ein wenig aus der Zeit gefallene Bellagio. Hier kann man wunderbar an der Promenade flanieren und sich vorstellen, wie der Tourismus in grauer Vorzeit wohl so aussah. Eigentlich müsste man sich als passende Accessoires für einen Straßencafé-Besuch vorher die New York Times und eine Pfeife kaufen.

Was man sonst noch hätte so machen können:

Varenna

varenna
Varenna wird oftmals als das schönste Örtchen am Comer See bezeichnet – und das nicht zu Unrecht. Bunte Häuschen, ein langer Spazier-Steg direkt am Wasser entlang und nicht zuletzt der Botanische Garten neben der Villa Monastero machen Varenna zu einem Highlight unserer See-Erkundungstour. Und natürlich das köstliche Eis in der Gelateria Riva di Riva Duilio.

Was man sonst noch hätte so machen können:

Menaggio

Wirklich viel haben wir von Menaggio leider nicht gesehen, für einen Spaziergang an durch den Ort hat die Zeit dennoch gereicht. Die Strandpromenade ist auch nicht von schlechten Eltern, da kann man sich gut die Zeit vertreiben. Für Urban Explorer ist vielleicht das leerstehende Hotel (?) an eben dieser Promenade interessant. Sieht von außen auf jeden Fall sehr beeindruckend aus.

Im Sommer kann man wohl ziemlich gut am Strandbad „Lido di Menaggio“ schwimmen gehen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Leider stehen wir eher im Regen und bei den nasskalten Temperaturen ist erstmal nix mit Schwimmen. Wichtig: Am Ende der Promenade gibt es einen Minigolf-Platz.

Was man sonst noch hätte so machen können:

Der Heimweg

Unser Navi hat uns auf dem Heimweg über den Julierpass gejagt. Nachdem unser guter alter VW-Bus Hans-Günther die 2200 Höhenmeter zurückgelegt hat, sind wir stolz wie Oskar auf den alten Haudegen. Wer also nicht durch den miefigen Gotthardtunnel fahren möchte, kann beim Fahren diese Aussicht genießen:

Julierpass

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Endlich wieder Pommes essen. Diesmal teilt sich Tine die Fritten mit immerhin…